AmreinHerzig

Wohnüberbauung Eu, Menzingen

Standort
Menzingen

Bauherr
Hilfsgesellschaft Menzingen

Auftragsart
Projektwettbewerb, 1. Rang

Verfahren
2017

Die geforderten Wohnungen werden in zwei Baukörper organisiert. Die Eigentumswohnungen können so wie gewünscht in einem separaten Gebäude angeboten werden. Die kuppelartige Topografie der Parzelle definiert die Wegführung und dadurch die ihr folgenden Gebäudegeometrie. Ein Weg führt ab der Eustrasse praktisch entlang der Höhenlinie zum Fussweg Weid. Wir nennen diesen Weg „Euweg“. Diese einfache Massnahme ermöglicht eine effiziente, praktisch ebene Erschliessung und eine einfache, eindeutigen Adressierung der vier Hauseingänge. Der Euweg wird das Rückgrat des neuen, überschaulichen Wohnquartiers. Dabei sind nicht nur die Hauseingänge gut auffindbar; durch die Platzierung der zwei Gebäude auf der oberen und der unteren Seite des Weges wird dieser einmal zum Panoramaweg am Siedlungsrand und führt im „innern“ zum Quartiermittelpunkt welcher durch die zwei Gebäudevolumen räumlich gefasst wird. Der Siedlungsrand wird durch den Euweg und der unteren, längeren Bebauungsstruktur definiert. Je tiefer die Gebäude in den Landschaftsraum eingreifen umso niedriger sind sie gestaltet. Die gestaffelten Fassaden erzeugen auf einer weiteren Stufe einen subtilen Übergang bzw. Verzahnung zum Freiraum. Durch die Übernahme der geometrischen Struktur (Orthogonalität) der angrenzenden Gebäude können die Übergänge kontrolliert werden. Die geplante Bebauung nimmt Rücksicht auf die benachbarten Gebäude bzw. Grundstücke. Vom grosszügigen offenen Innenbereich profitieren auch die angrenzenden Bewohner. Abstände und Ge- bäudehöhen werden nicht ausgereizt. Die Akzeptanz für das Bauvorhaben dürfte gross sein.Die Überbauung erweitert den Siedlungsraum nach Südwesten und kann später auf der benachbarten, nordwestlichen Parzelle städtebaulich schlüssig ergänzt werden. Die zwei unterschiedlich dimensionierten Gebäude nehmen Bezug auf das vorgefundene Bebauungsmuster.

Fotolegende

Ergänzung Regierungsgebäude Frauenfeld

Standort
Frauenfeld, TG

Bauherr
Kanton Thurgau

Auftragsart
Projektwettbewerb, 3. Rundgang

Verfahren
2016

Es hat sich herausgestellt, dass die Platzierung des Ergänzungsbau auf dem anfänglich verhältnismässig gross wirkenden Planungsperimeter durch die Überlagerung verschiedenster rechtlichen und städtebaulichen Ansprüchen möglichst kompakt in unmittelbarer Nähe des bestehenden Regierungsgebäude sinnvoll ist. Die Nähe zum Regierungsgebäude und die folgerichtige Übernahme dessen Gebäudehöhe beim Neubau erweitert das Regierungsviertel augenfällig. Das neue L-förmige, rechtwinklige Volumen adressiert sich zur leicht abdrehenden Staubeggstrasse und verlässt somit die Flucht des Regierungsgebäudes bzw. dessen Annex. Diese Massnahme unterstützt die Solitärstellung des klassizistischen Gebäudes und verhindert weiteres Konfliktpotential mit der axial aufgebauten Struktur. Die Vorfahrt  auf der Rückseite des Regierungsgebäude wird räumlich gefasst. Dieser neue hinterhofartige Raum dient als Zentrum der Erschliessungssysteme zum inneren des Gevierts (Zürcherstrasse, Staubeggstrasse und Spannerstrasse) und bindet die Vorstadtreihe mit ein. Die Längsseite des L-förmigen Gebäudes folgt den Wohnbauten der Zürcherstrasse bzw. deren rückseitigen Anbauten mit praktisch gleichbleibendem Abstand. Dadurch erhält die kleinteilige Strukur ein klärendes Vis-à-vis. Die Verjüngung bzw. der Rücksprung des Verwaltungsbaus kommt der Villenbebauung am östlichen Rand des Perimeters zu Gute. Gleichzeitig wird die Solitärarchitektur des gegenüberliegenden Spannerschulhauses gewürdigt. Die Villa Wohlfender wird um ihre Gebäudebreite nach Osten verschoben und mit den verwaltungseigenen Villen-Gebäuden in einen grösszügen Gartenraum integriert. Der viergeschossige Ergänzungsbau mit insgesamt fünf Verwaltungsmodulen ist das maximal städtebaulich verträgliche Gebäudevolumen. Der Rasterbau gliedert sich entsprechend in den umlaufenden Fassaden. Als Verkleidung werden Keramikprofile vorgeschlagen. Diese werden geschossweise leicht variiert und führen zusammen mit den baubronzenen Fensterrähmen und Blechen zu einem eigenständigen, urbanen architektonischen Ausdruck.

Fotolegende

Wohnhaus Giessenareal, Dübendorf

Standort
Dübendorf ZH

Bauherr
CS/Implenia

Auftragsart
Projektwettbewerb

Verfahren
2017

Zusammenarbeit mit
Herzog Architekten AG & ASP Landschaftsarchitekten AG

Fotolegende

Mehrfamilienhaus, Zug

Standort
6300 Zug

Bauherr
Privat

Auftragsart
Direktauftrag

Fotolegende

1. Ansichten

2. Querschnitt

3. Modell Innenstruktur

4. Regelgeschoss

5. Visualisierung

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Wohnhaus Pfaffhausen

Standort
Pfaffhausen, ZH

Bauherr
privat

Auftragsart
Direktauftrag

Ausführung
2016

Zusammenarbeit mit
Küng Holzbau AG, Alpnach Dorf

Die Analyse der Situation, abgestimmt mit den einzuhaltenden Grenzabständen von 5 und 9 Metern, ergibt einen länglichen Grundriss welcher sich so weit als möglich von den Nachbarhäusern distanziert um einen grosszügigen Aussenraum zu schaffen. Die Längsfassaden sind nach Norden und Süden orientiert, wobei der grosse Grenzabstand von 9m gegen den südlichen Nachbar gewählt wird. Der schmale Körper besteht aus einem Kellergeschoss, einem Vollgeschoss und einem Dachgeschoss gemäss den Kriterien der anzuwendenden Bauzone W1. Als besonderes Gebäude wird die Garage dem länglichen Körper angefügt. Das neue Einfamilienhaus soll in Holzbauweise erstellt werden wobei die Konstruktion von Aussenwänden und Dach, ohne Dämmung, ausschliesslich aus Brettschichtholz erstellt wird. Ein grosszügiges Vordach schützt die gestrichene Holzfassade vor der Witterung.

Fotolegende

Wohnsiedlung Lauriedhofweg, Zug

Standort
Zug

Bauherr
Wohnbaugenossenschaft Heimat, Zug

Auftragsart
Projektwettbewerb

Verfahren
2016

Ausführung
2016

Zusammenarbeit mit
Benedict Stähli Landschaftsarchitekten BSLA, Cham

Analog zur bestehenden 1. Bauetappe werden drei Zeilenbauten vorgeschlagen mit der Absicht die bestehende Massstäblichkeit der Gebäude und damit den übergeordneten Umgebungscharakter der Siedlung Lauriedhofweg beizubehalten. Dies gelingt trotz geforderter Verdichtung indem die Gebäude viergeschossig ausgebildet werden. Dieser strategische Entscheid basiert auch auf der Analyse der bestehenden Gebäude der Genossenschaft, welche an manchen Stellen bereits heute viergeschossig in Erscheinung treten. Die Setzung der drei abzubrechenden Gebäude erweist sich als erhaltenswerte städtebauliche Disposition für die neue Bauetappe: zwei Zeilenbauten in Nordsüd-Richtung begleiten versetzt den Lauriedhofweg bzw. den Radweg, der dritte Baukörper ein L-Typus bildet den Abschluss zum offenen Landschaftsraum im Nordosten. Die Verzahnung mit der bestehenden Struktur gelingt wie das bereits heute der Fall ist, die beiden „Strassenräume“ werden angemessen gefasst, durch die alternierende Setzung der Gebäude ist der innere Aussenraum an beiden praktisch parallelen Erschliessungssystemen angebunden und erlebbar. Der Gliederung der Baukörper und der Massstäblichkeit wird einen hohen Stellenwert zugeordnet. Ein Schrägdach ist nicht geplant, einerseits in Anbetracht der östlichen Bauentwicklung (Lüssi-Göbli) und andererseits wurde mit dem strategischen Entscheid viergeschossig zu planen bereits auf die Möglichkeit einer einheitlichen Traufhöhe verzichtet. Die Neubauten können konventionell gebaut werden (Rohbau in Beton/Mauerwerk). Die verputzte Kompaktfassade ist mit folgenden Betonelementen gefasst und aufgewertet: ein sorgfältiger Dachabschluss, Fensterleibungen, Balkone und Laubengänge.

Fotolegende

1. innerer Erschliessungsraum

2. Grundriss Zeilenbau

3. Schwarzplan

4. Grundriss Eckbau

5. Blickpunkt Lauriedhofweg

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Zentrumsentwicklung Hünenberg Dorf

Standort
Hünenberg Dorf

Bauherr
Jego AG, Hünenberg

Auftragsart
Projektwettbewerb, 2. Rang

Verfahren
2015

Zusammenarbeit mit
Eggenspieler Röösli Architekten AG, Zug und Hüsler + Hess Landschaftsarchitekten AG, Luzern

Der Zentrumsbau mit der Migros im Erdgeschoss definiert einerseits als räumlich differenziertes Volumen den Strassenraum und anderseits vermittelt er zwischen den Grossbauten (Kirche/Gemeindesaal) und den westlich gelegenen kleinkörnigen Gebäudestrukturen. Die dabei entstehende Ost-West Achse spannt einen Sichtkontakt über die Chamerstrasse zur Kirche auf und lässt das naheliegende Dorfgässli-Quartier näher zum heutigen Gemeindeplatz rücken. Strassenraum und öffentlichen Plätze verbinden sich fliessend und schaffen eine hohe Aufenthaltsqualität für jedes Alter. Ein Café lädt am heutigen Marktplatz zum Verweilen ein. Das Rückgrat dieser Achse bilden die Kirche und die am Waldrand situierten Alterswohnungen. Das Umfeld der Kirche wird respektiert, gleichzeitig sorgt das identitätsstiftende Zentrumsgebäude für eine Belebung des bestehenden Dorfplatzes. Der differenzierte Ausdruck des Zentrumsbaus verstärkt die städtebaulichen und aussenräumlichen Qualitäten und schafft ein wohnliches und stimmungsvolles  Arbeitsumfeld mit attraktiver Adressbildung. Alle Wohnungen profitieren von einer dreiseitigen Ausrichtung. Klar strukturierte Innenräume schaffen Hierarchien zwischen Tages- und Nachtbereichen. Auf auskragende Balkone wurde zugunsten einer klaren, schlichten Gebäudeform verzichtet. Die privaten Aussenräume sind als Loggien ausgebildet und entsprechend ihrer Ausrichtung an gut besonnter Lage platziert. Die Raumproportionen und die Grundrissorganisation der Bürogeschosse garantieren eine individuelle und flexible Nutzung. Das Erdgeschoss mit seiner öffentlichen Nutzung (Läden, Café etc.) leistet einen wertvollen Beitrag zur Belebung des Strassenraumes und des bestehenden Dorfplatzes. Die weiss geschlämmte Backsteinfassade des Zentrumsbau vermittelt zwischen der Materialisierung der Kirche (grob verputzte, weiss gestrichene Aussenwände) und Sichtmauerwerk, welches im Zentrum von Hünenberg vorkommt. Durch die Besetzung im Erdgeschoss mit einem Grossverteiler entstehen geschlossene, murale Fassadenabschnitte, welche eine sorgfältige und hochwärtige Materialisierung verlangt. Die Fenster werden durch steinerne, farblich differenzierte Betonelemente subtil eingefasst. Mit der vorgeschlagenen Materialisierung und der rythmisierten Fensteröffnungen bleibt der Zentrumsbau trotz unterschiedlichen volumetrischen Elementen als Gesamtstruktur fassbar. Analog zu den Strukturen der Kirchgemeinde und des bestehenden Gemeindehauses mit der Metzgerei.

 

Fotolegende

1. Visualisierung Kreuzung

2. Visualisierung Zugerstrasse

3. Situation

4. Wohngeschoss

5. Bürogeschoss

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Wohnüberbauung Oele, Steinhausen

Standort
Steinhausen

Bauherr
privat

Auftragsart
Projektwettbewerb, 1. Rang

Verfahren
2015

Ausführung
2015-2018

Zusammenarbeit mit
Röck Baggenstos AG, Baar

Drei kompakte, dreibündige und sechsgeschossige Gebäudekörper entlang der Hochwachtstrasse ergeben ein Maximum an nicht bebautem Aussenraum und Durchsicht in Ost-Westrichtung, gleichzeitig wird der bestehende Bebauungsrythmus bis ins Zentrum von Steinhausen weitergeführt. Die Hauseingänge orientieren sich zur Strasse. Die Neubauten stehen in der Wiese, einem grosszügigen Aussenraum welcher die neue Überbauung mit dem Gehöft Oele verbindet und beide Bebauungen bzw. deren Benutzer gleichermassen davon profitieren. Das scheinbare Paradox von urbanem Lebensgefühl in einer ländlichen Umgebung wird zur eigentlichen (Wohn-) Qualität der Überbauung. Mit der geplanten Bauweise als reiner siebengeschossiger Holzbau wird diese Haltung auch konstruktiv weiterverfolgt. Die einfachen und gut möblierbare Grundrisse mit klarer Trennung zwischen Wohnen- und Zimmerbereich entstehen aus den räumlichen Vorgaben und der Prämisse des Holzbaus abgeleiteten Struktur. Durch die Anordnung mit drei Wohnungen pro Geschoss ergibt mit 18 Wohnung pro  Erschliessungskern ein optimiertes Verhältnis zwischen Erschliessungs- und Nutzfläche. Die vertikale und horizontale Gliederung der Fassaden erzeugt einen eigenständigen aufgeschlossenen Ausdruck. Die druckimprägnierte und unterhaltsfreie Holzfassade zeigt die Seele der Gebäude als Holzbauten auch nach aussen.

Fotolegende

1. Visualisierung aussen

2. Visualisierung Loggia

3. Schnitt

4. Schnitt

5. Schwarzplan

6. Modell

7. Modell

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Alterszentrum Luegeten, Menzingen

Standort
Menzingen ZG

Bauherr
Luegeten AG

Verfahren
Projektwettbewerb nach Präqualifikation, 2. Rang

Ausführung
2015

Zusammenarbeit mit
Hauswirth Architekten GmbH, Zürich

Mit einem kompakten, zum bestehenden Gebäude von 1994 leicht abgewinkelten Ergänzungsbau, entsteht eine neu zu lesende Gesamtstruktur, zur welcher der Gebäudekomplex der Alterswohnungen dazugehört. Auf der Strassenseite (Luegetenstrasse) entsteht durch den sich öffnenden neuen Hof eine Abfolge von ähnlich aufgefächerten Aussenräumen. Der bestehende Eingangshof bleibt der öffentliche Ort der Ankunft, der neue Hof liegt ein Geschoss höher und bildet den geschützten Aussenraum (Dementengarten). Auf der Südseite wird das Thema der sich abwinkelnden Fassadenfluchten weitergeführt. Durch Versprünge werden die Fassaden in ihrer Länge gebrochen und so an die unterschiedlichen Massstäbe des Quartiers angepasst und die innere Organisation nach aussen getragen. Der bestehende Trakt erbringt sämtliche adressbildenden Funktionen. Dadurch kann sich der Annexbau, quasi im Hinterhof, auf den parkähnlichen Aussenraum fokusieren. Trotz der schwierigen Topographie der Parzelle ist der Grünraum durch die Kompaktheit des Neubaus zusammenhängend um die Anlage geführt.

 

Fotolegende

1. Situation

2. Obergeschoss

3. Erdgeschoss

4. Visualisierung

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Wohnüberbauung Pfruendmatt, Mettmenstetten

Standort
Mettmenstetten, ZH

Bauherr
Baugenossenschaft Maettmi50plus / Familie Ernst und Elisabeth Durrer-Wyss

Auftragsart
Direktauftrag

Ausführung
2014-2015

Zusammenarbeit mit
ASP Landschaftsarchitekten AG, Zürich

Das zu überbauende Grundstück grenzt südöstlich an den Dorfkern von Mettmenstetten. Dieser besteht aus den zwei öffentlichen Bauten Kirche und Gemeindehaus im Zentrum sowie den angrenzenden, in Abstand gehaltenen Wohn- und Gewerbebauten. Die zwei projektierten Riegelbauten (längliche Bebauungstypologie) orientieren sich in ihrer Ausrichtung an der benachbarten nördlichen Bebauungsstruktur, gleichzeitig folgen sie dem Bachraum mit Chileweg und werten diesen zu einem neuen innerdörflichen Raum auf. Der scharnierartige Effekt generiert einen spannenden Auftakt zum Dorfinneren und erweitert die Dorfstruktur über den Dorfbach hinaus in das neue Pfruendmattquartier. Nebst einer gelungenen Erweiterung der bestehenden Gesamtstruktur ist für die zukünftigen Bewohner eine eigene qualitätsvolle Identität und Adresse der Überbauung innerhalb des neuen Dorfteils von grosser Bedeutung. Die zwei Riegelbauten werden mit drei punktförmigen Wohnhäusern so ergänzt , dass in der Mitte ein neuer quartiereigener Aussenraum entsteht . Dieser ist durch eine Gasse mit dem Dorfkern direkt verbunden und kann zusammen mit dem diagonal verlaufenden Fussweg als Erweiterung des dörflichen Wegenetzes verstanden werden. Die präzise Setzung der Gebäude und die zum Bestand analoge körnige, dichte Bebauungsstruktur generieren ein integratives Bebauungsmuster für die dörfliche Mitte. Die orthogonale Grundform der Wohnhäuser verlangt nach horizontalen Traufen beziehungsweise Giebeln der Satteldächer und trägt zu einer kohärenten Gesamterscheinung der Dächer bei. Das neue Quartier wird durch zwei Typologien belebt: Riegel- und Punkthaus mit je einer unterschiedlichen architektonischen Ausformulierung. Zur plastischen Beruhigung wird bei beiden Typen bewusst auf auskragende Elemente wie Balkone verzichtet. Die privaten Aussenräume der Wohnungen werden als Loggien ausgebildet und sind dadurch in die jeweiligen Volumen integriert . Das restriktive Baugesetz liess wenig Spielraum in Bezug auf die Ausformulierung der Gebäude zu; dennoch konnte ein aufgeschlossener architektonischer Ausdruck gefunden werden, um dem Quartier ein zeitgemässes Erscheinungsbild zu verleihen.

Fotolegende

1. Fassade entlang Dorfbach

2. Situation

3. Gasse in das Wohnquartier

4. Modell 1:500

5. Regelgeschoss Punktbau

6. Regelgeschoss Riegelbau

7. Treppenhaus

8. Durchwohnen

9. Loggia-Essbereich

10. überhoher Wohnraum

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Projektwettbewerb Zurlaubenhof, Zug

Bauherr
Familie Bossard AG

Auftragsart
Projektwettbewerb, engere Wahl

Verfahren
2014

Zusammenarbeit mit
Herzog Architekten AG Zürich, ASP Landschaftsarchitekten AG Zürich

Um den landschaftlichen Rahmen zu erhalten wird die Neubebauung in drei kleineren Etappen umgesetzt. Durch die räumliche Trennung dieser Bauphasen, ist es möglich die Wohnbebauung behutsam in den landschaftlichen Kontext zu integrieren. Des Weiteren erfolgt die Umsetzung der drei Etappen zeitlich unabhängig und es ist unsicher, wann und ob die Etappen 2 und 3 gebaut werden. Diese Ungewissheit bedarf ebenfalls einer Lösung mit drei Etappen, die städtebaulich und funktional unabhängig voneinander funktionieren. Die erste Etappe mit 36 Wohnungen befindet sich an der höchsten Stelle auf dem Grundstück angrenzend an die Wohnzone. Der heute, in Bezug auf den Zurlaubenhof, willkürlich definierte Rand zu den Wohnhäusern wird mit den drei Gebäuden neu definiert. Räumlich endet der Siedlungsraum an der Kante des Schulhauses und die Sicht über den See und den Zurlaubenhof bleibt erhalten. Die zweite Etappe erweitert den Zurlaubenhof mit einem Ersatzbau der Garage und dem Ausbau des Ökonomiegebäudes. Der Ersatzneubau steht an der gleichen Stelle wie die heutige Garage und bleibt in Höhe und Masse zurückhaltend. Das Verhältnis zwischen Bestand und Neubau lässt die Anlage in einem Gleichgewicht erscheinen und verändert nichts am repräsentativen Hof. Der erweiterte Ökonomiehof behält seinen Charakter und wird mit den anliegenden Ateliers belebt. Der Ausbau des Ökonomiegebäudes lässt das Gebäude nahezu unverändert und benötigt nur punktuelle Anpassungen an der Fassade und am Dach. Die dritte Etappe besteht aus zwei Gebäuden, die sich in den Landschaftsgarten integrieren und dem Höhenverlauf des Hangs folgen. Sie bleiben tief und ermöglichen weiterhin den Blick von der Hofstrasse auf den Zurlaubenhof. Über die Staffelung der Baukörper passen sie sich optimal an das Terrain an ordnen sich dem Wohnhaus des Zurlaubenhofes unter.

Fotolegende

1. Visualisierung 1. Etappe

2. Schwarzplan

3. Visualisierung 2. Etappe

4. Modell 1:500

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Mehrfamilienhaus Belvedere, Bosco-Luganese

Standort
Bosco-Luganese, TI

Bauherr
privat

Auftragsart
Direktauftrag

Ausführung
2014-2015

Am Ende der kleinen Quartierstrasse Belvedere in Bosco Luganese, über dem Valle d’Agno befindet sich der Bauplatz des Mehrfamilienhauses mit insgesamt fünf Wohnungen. Das Volumen ist durch das kommunale Baugesetzt durch Baulinien, maximale Gebäudehöhen und Dachform gegeben. Die für das Tessin typische steile Topografie des Bauplatzes und die talseitige Lage der Quartierstrasse bestimmen die Zugangssituation und die innere Organisation des Wohnhauses. Über dem Erschliessungsgeschoss und dem Kellergeschoss entstehen zwei Wohngeschosse, welche eine grosse oder zwei kleine Wohnungen aufnehmen können. Durch die Topografie sind diese Wohnungen hauptsächlich talwärts nach Südosten orientiert. Erst in den oberen zwei Geschossen, welche als Maisonette-Wohnungen ausgebildet sind, kann zusätzlich hangseitige Ausrichtung der Öffnungen erreicht werden. Sämtliche Wohnungen profitieren von einem atemberaubenden Aussichtspanorama über Täler bis nach Lugano.

Fotolegende

1. Aussenansicht

2. Seitenansicht

3. Grundrisse Maisonette-Wohnungen

4. Querschnitt

5. Aussenansicht mit Garage

6. Eingangsbereich

7. Situation

8. Terrassen

9. Wohnraum Maisonette

10. Küche Etagenwohnungen

11. Panoramafenster

12. Küchen Maisonette

13. Innenraum mit Galerie

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Wohnhaus, rechtes Zürichseeufer

Standort
rechtes Zürichseeufer

Bauherr
privat

Auftragsart
Direktauftrag

Ausführung
2011-2013

Zusammenarbeit mit
Appert und Zwahlen Landschaftsarchitekten GmbH, Cham

Mit ihren rund 1000 Quadratmetern Grundfläche zählt die Parzelle zu den begehrten Privatgrundstücken im Wohnquartier der Zürcher Seegemeinde, in welchem nach und nach die älteren Wohngebäude durch neuere, in der Regel grössere Villenbauten ersetzt werden. Mit etwas Glück kann jeweils ein Teil des wertvollen gewachsenen Baumbestandes übernommen werden, wie in diesem Fall. Der ursprüngliche Rebhang, an dem das Wohnhaus liegt, ist hier nicht mehr ganz so steil, die Aussicht zum See dadurch nur noch teilweise im Obergeschoss gegeben. Ein benachbartes Gebäude versperrt die freie Sicht nach Westen, dafür öffnet sich die Landschaft nach Süden. Die zwei geschlossenen Hausseiten sind an die jeweiligen Baugrenzen gesetzt. Auf der Südseite verzahnt sich das Gebäude mit dem hauseigenen Garten. Ess-, Wohnraum und Bibliothek besetzen das Erdgeschoss. Diese Räume weisen den grösstmöglichen Bezug zum Aussenraum auf, ohne dem Bewohner das Gefühl von mangelnder Intimität zu vermitteln. Dies wird mittels einer schottenartigen Wandabfolge im Grundriss erreicht, welche die Einsicht einschränkt, ohne Lichteinfall und Aussicht negativ zu beeinflussen. Die Einführung einer zweiten Raumschicht durch die Balkone mindert die direkte Exposition der Räume an der Fassade und schafft zugleich wertvolle wettergeschützte Aussenbereiche. Im Erdgeschoss sind die Nebenräume abgetrennt, die Haupträume hingegen mit dem Entree fliessend verbunden. Das resultiert in grosszügigen Raumeindrücken und Durchblicken. Die drei Schlafräume im Obergeschoss werden in der gleichen Struktur untergebracht. Der Bereich für die Eltern mit Schlafzimmer, Ankleide und Bad kann mit einer Schiebetüre von den restlichen Räumen abgetrennt werden. Alle Zimmer weisen eine Übereck-Befensterung und jeweils einen eigenen Balkon auf. Am Liftkern befindet sich ein zweigeschossiger, frei einsehbarer Raum, über welchen der Wohnbereich mit Zenitallicht versorgt wird. Die Gebäudegeometrie resultiert aus der Analyse des Bauplatzes, gleichzeitig bildet sie das Raumprogramm ab. Alle Haupträume partizipieren in gleicher Weise am sorgfältig gestalteten Gartenraum, der Aussicht und der optimalen Besonnung. Mit dem hellbraun gehaltenen Kratzputz wird ein Material verwendet, welches im Quartier weit verbreitet ist. Bewusst wird auf die Gestaltungselemente der Villenbauten der Spätmoderne Bezug genommen.

Fotolegende

1. Ansicht Süden

2. Ansicht Südwest

3. Situation

4. Erdgeschoss

5. Verzahnung zum Garten

6. Obergeschoss

7. Gedeckte Aussenbereiche, Balkone

8. Zugangsseite Norden

9. Schnitt / Fassade

10. Zimmer im Obergeschoss

11. Fenster im Obergeschoss

12. Fliessender Raum Erdgeschoss

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Wohn- und Atelierhaus Mühlestrasse, Edlibach

Standort
Edlibach, ZG

Bauherr
privat

Auftragsart
Direktauftrag

Ausführung
2012-2013

Die leichte Drehung im Verhältnis zum langen Baukörper der Reihenhäuser und seine polygonale Form verleihen dem turmartigen monolithischen Wohnhaus eine ausgeprägte Selbstständigkeit, welche die Beziehung zu den zwei benachbarten Gebäuden auf der anderen Strassenseite begünstigt. Es entsteht eine dorfähnliche Situation, ein erweiterter Strassenraum, zu dem sich die Hauseingänge orientieren. Das kommunale Baugesetz hatte ein Attikageschoss erlaubt, jedoch mit grossen Einschränkungen. Da zu erwarten war, dass die Dachterrasse innerhalb der Bauparzelle die besten aussenräumlichen Qualitäten zu leisten vermag, konnte nicht auf deren Einbezug via Attikaaufbau verzichtet werden. Unüblicherweise wurde daher zuerst anhand von Volumenstudien eine zufriedenstellende plastische Lösung mit Attikaaufbau gesucht und erst danach eine innere Organisation entwickelt. Die viereckige Grundform löst sich im Attikageschoss auf, zwei Volumen besetzen dort die jeweils entgegengesetzten Ecken. Dadurch erhält die Form eine maximale vertikale Wirkung und auf allen Seiten das gleiche plastische Grundthema. Die Geschosse sind mittels raumhaltiger Zwischenwände, welche sämtliche Nebennutzungen inklusive der Treppenläufe aufnehmen, viergeteilt. Raum und Raumbegrenzung sind dual wie Figur und Grund. Die dienenden Raumschichten definieren die bedienten, fliessend verbundenen Haupträume, welche sich jeweils auf einer der beiden Aussenseiten strukturell nach aussen öffnen, und zwar pro Geschoss alternierend. Dieses Prinzip wird im ganzen Haus verfolgt und führt zu einer kohärenten, in Sichtbeton gegossenen monolithischen Gesamtstruktur. Den Bewohnern steht eine Vielzahl von scheinbar gleichen Zimmern zur Verfügung. Anhand von Ausrichtung, Besonnung und Erschliessungsdispositiv wird den Räumen beziehungsweise Raumgruppen ihre spezifische Nutzung zuteil. Das Raumerlebnis im Innern wird bestimmt durch die diagonalen Sichtbezüge und die unmittelbare Präsenz des Aussenraumes über die raumgrossen, rahmenlosen Glasscheiben. Die Industrieschalung verleiht der Sichtbetonfläche eine nahezu glänzende Oberfläche. Zusammen mit den fassadenbündigen Ganzglasfenstern ergibt sich eine entmaterialisierte, ambivalente Oberfläche, welche dem Gebäude einen gewollt unnahbaren Ausdruck verleiht. Tagsüber wird dieser Effekt durch die Spiegelung der Umgebung in den Fenstern verstärkt. Nachts hingegen, bei Kunstlicht, sind die Öffnungen als konsequente Raumabdrücke der inneren Struktur ablesbar.

Fotolegende

1. Raumabdrücke

2. Situation

3. Betonskulptur

4. Dämmerungsaufnahme durch den Wald

5. Arbeitsmodell

6. Comlongon Castle

7. Schnitt und Fassade

8. Grundrisse

9. alternierende Fenster

10. Kunstlicht

11. Atelier

12. Dachterrasse Westen

13. Atelier

14. Koch-Essbereich

15. Diagonale Sichtbezüge

16. Bad mit Zenitallicht

17. Wohnraum mit Cheminée

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Reihenhäuser Mühlestrasse, Edlibach

Standort
Edlibach, ZG

Bauherr
awip GmbH

Auftragsart
Direktauftrag

Ausführung
2010-2011

Die Ortschaft Edlibach gehört zur politischen Gemeinde Menzingen im Kanton Zug und ist in eine hügelige Moränenlandschaft von nationaler Bedeutung eingebettet. Die schmale Parzelle liegt zwischen Bachtobel und Mühlestrasse und grenzt im Osten an ein im Inventar der schätzenswerten Denkmäler eingetragenes Geb.udegefüge von 1798. Das Baurecht sah einen minimalen Strassenabstand von 4 Metern im Süden und im Norden einen Abstand zum Wald von 12 Metern vor, was einen bebaubaren Streifen von lediglich 3–4 Metern Tiefe erlaubt hätte. Mit einer Ausnahmebewilligung wurde die Unterschreitung des Waldabstandes möglich und somit auch die Bebauung der Parzelle. Der schlanke, nur 7,7 Meter tiefe Gebäudekörper erstreckt sich über eine Länge von 44,5 Metern entlang der ruhigen Quartierstrasse und setzt sich aus drei identischen, vertikal organisierten Wohneinheiten zusammen. Öffnungen für die Garagen sowie grosszügige Terrassen auf verschiedenen Niveaus und mit unterschiedlicher Exposition erlauben Durchblicke in Richtung Wald und brechen den für das Quartier ungewöhnlich langen Gebäudekörper auf. Die Wohnhäuser sind subtil, aber in einer klaren Architektursprache in die Umgebung integriert. Die Rhythmisierung belässt die einzelnen Einheiten erkennbar – die einheitliche Fassadengestaltung mit einer Holzschalung macht aus der Gesamtüberbauung einen spannenden plastischen Körper. Die hohe Anzahl unterschiedlich dimensionierter und versetzt angeordneter Fenster nimmt der Überbauung die Strenge. Jedes Wohnhaus weist auf allen vier Seiten Fenster auf und verfügt somit über entsprechende Aussenbezüge.

Fotolegende

1. Waldseite

2. Zugang Mühlestrasse

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5. Ausschnitt Fassade

6. Grundrisse/Längsschnitt

7. Ansicht Mühlestrasse

8. Addition der Wohnhäuser

9. Innenraum Erdgeschoss

10. Wohnraum Obergeschoss

11. Küche

12. Treppenraum

13. Nasszelle

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Projektwettbewerb Wohnüberbauung Schürmatt, Baar

Standort
Baar, ZG

Bauherr
Konsortium genossenschaftlicher Wohnungsbau Schürmatt Baar

Auftragsart
Offener Projektwettbewerb, 3. Rang

Verfahren
2008

Die Erschliessung des Planungsperimeters wird im Quartiergestaltungsplan Schmidhof definiert. Der Langsamverkehr (Fussgänger, Velofahrer) ist via eines bestehenden Verbindungswegs welcher an der östlichen Parzellengrenze entlang führt vorgesehen, für den motorisierten Individualverkehr (Auto) ist eine neue Erschliessungsstrasse ab der Weststrasse als Stichgang zur südwestlichen Parzellenecke geplant. Dort sollen die Autos schnellstmöglich in der Tiefgarage verschwinden. Die Konsequenz aus der Trennung der beiden Verkehrstypen ist, dass das bestehende städtebauliche Muster der umliegenden Wohnquartiere für den Planungsperimeter nicht adaptierbar ist. Dieses entsteht durch die lineare Anreihung von unterschiedlich dimensionierten Wohnhäusern an einer gemeinsamen Erschliessungsstrasse, welche beiden Verkehrstypen zur Verfügung steht. Die vier vorgeschlagenen Punkthäuser lehnen sich von ihrer Dimensionierung und Erschliessung grossen landwirtschaftlichen Bauten an, wie sie im benachbarten Schmidhof vorkommen. Jeweils paarweise über Eck werden die Eingänge zueinander ausgerichtet. Die so entstehenden Aufenthalts- bzw. Zugangsräume kommunizieren mit den bestehenden Wohngebäuden des Quartiers und führen durch ihre Aus- und Durchblicke in die offene Landschaft über. Die Schlafzimmer einer Wohnung (Regelgeschoss) sind immer auf mindestens zwei Gebäudeseiten angeordnet. Dadurch entstehen keine schlecht besonnten Wohnungen. Die Wohnzimmer mit den Loggien haben immer mindestens Süd- oder Westorientierung. Die Anordnung der Loggien an den Gebäudeecken bieten hochwertige Aussichten in die Landschaft für sämtliche Wohnungen. Im Erdgeschoss sind die eingezogenen Bereiche klar definierte, private Aussenräume. Diese werden nirgends von Durchgangszonen gestört. Die Wohnhäuser sind gut durchmischbar und behindertengerecht erschlossen. Ausgehend von der Anlehnung an landwirtschaftliche Bauten wird für die Fassade eine hinterlüftete Konstruktion mit Welleternit vorgeschlagen. Die französischen Fenster ergänzen die stehenden Eternitplatten zu einem kompletten Fassadenbild und belichten raumhoch die Innenräume. Die einzelnen Öffnungen werden in einem Raster verschoben angeordnet. Dadurch erhält die Fassade zusätzliche Spannung und jede Wohnung eine individuelle Befensterung. Durch die exponierte Lage der Überbauung ist ein robuster und kräftiger Ausdruck wünschenswert.

 

 

 

Fotolegende

1. Visualisierung

2. Fassade/Schnitt

3. Situation

4. Regelgeschoss

5. Attikageschoss

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Mehrfamilienhaus Felsenegg, Rothenburg

Standort
Ebikon, LU

Bauherr
privat

Auftragsart
Direktauftrag

Ausführung
2007-2008

Verlässt man Rothenburg Richtung Eschenbach, führt die stetig steigende Strasse bald auf eine Anhöhe, welche rechterhand eine imposante Aussicht über das ganze Reusstal, Pilatus und Rigi freigibt. Ältere Einzelbauten säumen rhythmisch die Eschenbachstrasse, dahinter folgt eine heterogene Wohnumgebung. Das bebaute Grundstück schliesst direkt an die Eschenbachstrasse an und weist aufgrund der Topografie eine unverbaubare Aussichtslage auf. Der Neubau ersetzt ein ehemaliges Bauernhaus, dessen Untergeschoss nicht rückgebaut wurde, sondern Teil des neuen Hauses ist. Die z-förmige Ausbildung des Volumens ermöglicht durch die resultierende Fragmentierung der Fassade die für das Quartier üblichen Proportionen und Abstände. Zwei unterschiedliche Aussenräume sind aufgespannt: einerseits der Zugangsraum im Nordosten entlang der Quartierstrasse Felsenegg und andererseits der gemeinsame Gartenraum im Südwesten. Durch die Hochparterrelösung sind die Aussenräume keiner Wohnung direkt zugewiesen, sondern für sämtliche Parteien zugänglich. Ein im Norden angrenzender Unterstand dient zur Parkierung der Fahrzeuge. Die grosszügigen Terrassen der vier Wohnungen bilden einen gut besonnten und privaten Aussenraum mit herrlichem Blick auf die Alpen. Das Zweischalen-Klinkermauerwerk entspricht der Anforderung der Bauherrschaft an eine möglichst unterhaltsarme Aussenkonstruktion. Fast wie eine Reptilienhaut umspannt sie den Baukörper. Der dunkle Ton soll die Grösse des Gebäudes optisch reduzieren und knüpft an die teilweise sehr dunklen Holzhäuser in der Eschenbachstrasse an.

Fotolegende

1. Ansicht Süden

2. Ausschnitt Klinkerfassade

3. Situation

4. Erdgeschoss

5. Eingang Norden

6. Obergeschoss

7. Querschnitt

8. Balkone

9. Eingangsbereich

10. Treppenhaus

11. Innenraum Wohnung

12. Fliessende Räume

13. Küche/Fenster

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Bauernhaus Vogelsang, Ebikon

Standort
Ebikon LU

Bauherr
privat

Verfahren
Direktauftrag

Ausführung
2005-2006

Auf einer Moräne zwischen Rotsee und Reuss betreibt die Bauernfamilie seit mehreren Generationen einen landwirtschaftlichen Betrieb. Die funktional unterschiedlichen Gebäudetypen um einen zentralen Erschliessungsraum sind über die Jahre zu einem starken Hofgefüge gewachsen. Der Neubau ersetzt das alte Wohnhaus und generiert durch seine Grösse und Platzierung ein Gleichgewicht mit der bestehenden gewachsenen Struktur. Gleichzeitig fungiert er als eindeutige Adresse des Bauernhofes. Mit seiner quadratischen Grundform reagiert der Baukörper auf den Standort: Er geht auf die vier verschiedenen, aber gleichwertigen Aussenräume kohärent ein. Alle architektonischen Elemente sind in das Volumen integriert. Diese Zurückhaltung in der plastischen Ausformulierung unterstreicht die Haltung, dass sich das geplante Wohnhaus in das Gesamtensemble eingliedern soll. Auf den zweiten Blick werden Analogien zu bäuerlichen Bau- und Wohnformen erkennbar: die Erschliessung der zwei Hauptwohneinheiten über einen gedeckten, seitlich angelegten Laubengang; die quadratische Grundrissdisposition mit ihrer unprätentiösen Raumstruktur; und nicht zuletzt die Konstruktionsweise – ein massiver Sockel unter dem mehrgeschossigen Holzbau.

Fotolegende

1. Integration im Gehöft

2. Situation

3. Hof

4. Ansicht Südwest

5. Grundrisse

6. Schnitte

7. Loggia Dachgeschoss

8. Sockel

9. Inneres Treppensystem

10. Laubengang

11. Küche

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