AmreinHerzig

Wohnhaus Giessenareal, Dübendorf

Standort
Dübendorf ZH

Bauherr
CS/Implenia

Verfahren
Studienauftrag

Zusammenarbeit mit
Herzog Architekten AG & ASP Landschaftsarchitekten AG

Fotolegende

Mehrfamilienhaus, Zug

Standort
6300 Zug

Bauherr
Privat

Auftragsart
Direktauftrag

Fotolegende

1. Ansichten

2. Querschnitt

3. Modell Innenstruktur

4. Regelgeschoss

5. Visualisierung

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Wohnhaus Pfaffhausen

Standort
Pfaffhausen, ZH

Bauherr
privat

Auftragsart
Direktauftrag

Ausführung
2016

Zusammenarbeit mit
Walter Küng AG Holzbau, Sarnen

Die Analyse der Situation, abgestimmt mit den einzuhaltenden Grenzabständen von 5 und 9 Metern, ergibt einen länglichen Grundriss welcher sich so weit als möglich von den Nachbarhäusern distanziert um einen grosszügigen Aussenraum zu schaffen. Die Längsfassaden sind nach Norden und Süden orientiert, wobei der grosse Grenzabstand von 9m gegen den südlichen Nachbar gewählt wird. Der schmale Körper besteht aus einem Kellergeschoss, einem Vollgeschoss und einem Dachgeschoss gemäss den Kriterien der anzuwendenden Bauzone W1. Als besonderes Gebäude wird die Garage dem länglichen Körper angefügt. Das neue Einfamilienhaus soll in Holzbauweise erstellt werden wobei die Konstruktion von Aussenwänden und Dach, ohne Dämmung, ausschliesslich aus Brettschichtholz erstellt wird. Ein grosszügiges Vordach schützt die gestrichene Holzfassade vor der Witterung.

Fotolegende

1. Ansichten und Querschnitt

2. Grundrisse

3. Arbeitsmodell

4. Situation

5. Bild Baustelle

6. Doppelgarage

7. Baustellenbild

8. Innenraum Baustelle

9. Baustelle

10. Baustelle Innenansicht

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Wohnsiedlung Lauriedhofweg, Zug

Standort
Zug

Bauherr
Wohnbaugenossenschaft Heimat, Zug

Verfahren
eingeladener Projektwettbewerb

Ausführung
2016

Zusammenarbeit mit
Benedict Stähli Landschaftsarchitekten BSLA, Cham

Analog zur bestehenden 1. Bauetappe werden drei Zeilenbauten vorgeschlagen mit der Absicht die bestehende Massstäblichkeit der Gebäude und damit den übergeordneten Umgebungscharakter der Siedlung Lauriedhofweg beizubehalten. Dies gelingt trotz geforderter Verdichtung indem die Gebäude viergeschossig ausgebildet werden. Dieser strategische Entscheid basiert auch auf der Analyse der bestehenden Gebäude der Genossenschaft, welche an manchen Stellen bereits heute viergeschossig in Erscheinung treten. Die Setzung der drei abzubrechenden Gebäude erweist sich als erhaltenswerte städtebauliche Disposition für die neue Bauetappe: zwei Zeilenbauten in Nordsüd-Richtung begleiten versetzt den Lauriedhofweg bzw. den Radweg, der dritte Baukörper ein L-Typus bildet den Abschluss zum offenen Landschaftsraum im Nordosten. Die Verzahnung mit der bestehenden Struktur gelingt wie das bereits heute der Fall ist, die beiden „Strassenräume“ werden angemessen gefasst, durch die alternierende Setzung der Gebäude ist der innere Aussenraum an beiden praktisch parallelen Erschliessungssystemen angebunden und erlebbar. Der Gliederung der Baukörper und der Massstäblichkeit wird einen hohen Stellenwert zugeordnet. Ein Schrägdach ist nicht geplant, einerseits in Anbetracht der östlichen Bauentwicklung (Lüssi-Göbli) und andererseits wurde mit dem strategischen Entscheid viergeschossig zu planen bereits auf die Möglichkeit einer einheitlichen Traufhöhe verzichtet. Die Neubauten können konventionell gebaut werden (Rohbau in Beton/Mauerwerk). Die verputzte Kompaktfassade ist mit folgenden Betonelementen gefasst und aufgewertet: ein sorgfältiger Dachabschluss, Fensterleibungen, Balkone und Laubengänge.

Fotolegende

1. innerer Erschliessungsraum

2. Grundriss Zeilenbau

3. Schwarzplan

4. Grundriss Eckbau

5. Blickpunkt Lauriedhofweg

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Zentrumsentwicklung Hünenberg Dorf

Standort
Hünenberg Dorf

Bauherr
Jego AG, Hünenberg

Verfahren
Projektwettbewerb auf Einladung, 2. Rang

Zusammenarbeit mit
Eggenspieler Röösli Architekten AG, Zug und Hüsler + Hess Landschaftsarchitekten AG, Luzern

Der Zentrumsbau mit der Migros im Erdgeschoss definiert einerseits als räumlich differenziertes Volumen den Strassenraum und anderseits vermittelt er zwischen den Grossbauten (Kirche/Gemeindesaal) und den westlich gelegenen kleinkörnigen Gebäudestrukturen. Die dabei entstehende Ost-West Achse spannt einen Sichtkontakt über die Chamerstrasse zur Kirche auf und lässt das naheliegende Dorfgässli-Quartier näher zum heutigen Gemeindeplatz rücken. Strassenraum und öffentlichen Plätze verbinden sich fliessend und schaffen eine hohe Aufenthaltsqualität für jedes Alter. Ein Café lädt am heutigen Marktplatz zum Verweilen ein. Das Rückgrat dieser Achse bilden die Kirche und die am Waldrand situierten Alterswohnungen. Das Umfeld der Kirche wird respektiert, gleichzeitig sorgt das identitätsstiftende Zentrumsgebäude für eine Belebung des bestehenden Dorfplatzes. Der differenzierte Ausdruck des Zentrumsbaus verstärkt die städtebaulichen und aussenräumlichen Qualitäten und schafft ein wohnliches und stimmungsvolles  Arbeitsumfeld mit attraktiver Adressbildung. Alle Wohnungen profitieren von einer dreiseitigen Ausrichtung. Klar strukturierte Innenräume schaffen Hierarchien zwischen Tages- und Nachtbereichen. Auf auskragende Balkone wurde zugunsten einer klaren, schlichten Gebäudeform verzichtet. Die privaten Aussenräume sind als Loggien ausgebildet und entsprechend ihrer Ausrichtung an gut besonnter Lage platziert. Die Raumproportionen und die Grundrissorganisation der Bürogeschosse garantieren eine individuelle und flexible Nutzung. Das Erdgeschoss mit seiner öffentlichen Nutzung (Läden, Café etc.) leistet einen wertvollen Beitrag zur Belebung des Strassenraumes und des bestehenden Dorfplatzes. Die weiss geschlämmte Backsteinfassade des Zentrumsbau vermittelt zwischen der Materialisierung der Kirche (grob verputzte, weiss gestrichene Aussenwände) und Sichtmauerwerk, welches im Zentrum von Hünenberg vorkommt. Durch die Besetzung im Erdgeschoss mit einem Grossverteiler entstehen geschlossene, murale Fassadenabschnitte, welche eine sorgfältige und hochwärtige Materialisierung verlangt. Die Fenster werden durch steinerne, farblich differenzierte Betonelemente subtil eingefasst. Mit der vorgeschlagenen Materialisierung und der rythmisierten Fensteröffnungen bleibt der Zentrumsbau trotz unterschiedlichen volumetrischen Elementen als Gesamtstruktur fassbar. Analog zu den Strukturen der Kirchgemeinde und des bestehenden Gemeindehauses mit der Metzgerei.

 

Fotolegende

1. Visualisierung Kreuzung

2. Visualisierung Zugerstrasse

3. Situation

4. Wohngeschoss

5. Bürogeschoss

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Wohnüberbauung Oele, Steinhausen

Standort
Steinhausen

Bauherr
privat

Auftragsart
Studienwettbewerb, 1. Rang

Ausführung
2015-2018

Zusammenarbeit mit
Röck Baggenstos AG, Baar

Drei kompakte, dreibündige und sechsgeschossige Gebäudekörper entlang der Hochwachtstrasse ergeben ein Maximum an nicht bebautem Aussenraum und Durchsicht in Ost-Westrichtung, gleichzeitig wird der bestehende Bebauungsrythmus bis ins Zentrum von Steinhausen weitergeführt. Die Hauseingänge orientieren sich zur Strasse. Die Neubauten stehen in der Wiese, einem grosszügigen Aussenraum welcher die neue Überbauung mit dem Gehöft Oele verbindet und beide Bebauungen bzw. deren Benutzer gleichermassen davon profitieren. Das scheinbare Paradox von urbanem Lebensgefühl in einer ländlichen Umgebung wird zur eigentlichen (Wohn-) Qualität der Überbauung. Mit der geplanten Bauweise als reiner siebengeschossiger Holzbau wird diese Haltung auch konstruktiv weiterverfolgt. Die einfachen und gut möblierbare Grundrisse mit klarer Trennung zwischen Wohnen- und Zimmerbereich entstehen aus den räumlichen Vorgaben und der Prämisse des Holzbaus abgeleiteten Struktur. Durch die Anordnung mit drei Wohnungen pro Geschoss ergibt mit 18 Wohnung pro  Erschliessungskern ein optimiertes Verhältnis zwischen Erschliessungs- und Nutzfläche. Die vertikale und horizontale Gliederung der Fassaden erzeugt einen eigenständigen aufgeschlossenen Ausdruck. Die druckimprägnierte und unterhaltsfreie Holzfassade zeigt die Seele der Gebäude als Holzbauten auch nach aussen.

Fotolegende

1. Visualisierung aussen

2. Visualisierung Loggia

3. Schnitt

4. Schnitt

5. Schwarzplan

6. Modell

7. Modell

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Alterszentrum Luegeten, Menzingen

Standort
Menzingen ZG

Bauherr
Luegeten AG

Verfahren
Projektwettbewerb nach Präqualifikation, 2. Rang

Ausführung
2015

Zusammenarbeit mit
Hauswirth Architekten GmbH, Zürich

Mit einem kompakten, zum bestehenden Gebäude von 1994 leicht abgewinkelten Ergänzungsbau, entsteht eine neu zu lesende Gesamtstruktur, zur welcher der Gebäudekomplex der Alterswohnungen dazugehört. Auf der Strassenseite (Luegetenstrasse) entsteht durch den sich öffnenden neuen Hof eine Abfolge von ähnlich aufgefächerten Aussenräumen. Der bestehende Eingangshof bleibt der öffentliche Ort der Ankunft, der neue Hof liegt ein Geschoss höher und bildet den geschützten Aussenraum (Dementengarten). Auf der Südseite wird das Thema der sich abwinkelnden Fassadenfluchten weitergeführt. Durch Versprünge werden die Fassaden in ihrer Länge gebrochen und so an die unterschiedlichen Massstäbe des Quartiers angepasst und die innere Organisation nach aussen getragen. Der bestehende Trakt erbringt sämtliche adressbildenden Funktionen. Dadurch kann sich der Annexbau, quasi im Hinterhof, auf den parkähnlichen Aussenraum fokusieren. Trotz der schwierigen Topographie der Parzelle ist der Grünraum durch die Kompaktheit des Neubaus zusammenhängend um die Anlage geführt.

 

Fotolegende

1. Situation

2. Obergeschoss

3. Erdgeschoss

4. Visualisierung

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Wohnüberbauung Pfruendmatt, Mettmenstetten

Standort
Mettmenstetten, ZH

Bauherr
Baugenossenschaft Maettmi50plus / Familie Ernst und Elisabeth Durrer-Wyss

Auftragsart
Direktauftrag

Ausführung
2014-2015

Zusammenarbeit mit
ASP Landschaftsarchitekten AG, Zürich

Das zu überbauende Grundstück grenzt südöstlich an den Dorfkern von Mettmenstetten. Dieser besteht aus den zwei öffentlichen Bauten Kirche und Gemeindehaus im Zentrum sowie den angrenzenden, in Abstand gehaltenen Wohn- und Gewerbebauten. Die zwei projektierten Riegelbauten (längliche Bebauungstypologie) orientieren sich in ihrer Ausrichtung an der benachbarten nördlichen Bebauungsstruktur, gleichzeitig folgen sie dem Bachraum mit Chileweg und werten diesen zu einem neuen innerdörflichen Raum auf. Der scharnierartige Effekt generiert einen spannenden Auftakt zum Dorfinneren und erweitert die Dorfstruktur über den Dorfbach hinaus in das neue Pfruendmattquartier. Nebst einer gelungenen Erweiterung der bestehenden Gesamtstruktur ist für die zukünftigen Bewohner eine eigene qualitätsvolle Identität und Adresse der Überbauung innerhalb des neuen Dorfteils von grosser Bedeutung. Die zwei Riegelbauten werden mit drei punktförmigen Wohnhäusern so ergänzt , dass in der Mitte ein neuer quartiereigener Aussenraum entsteht . Dieser ist durch eine Gasse mit dem Dorfkern direkt verbunden und kann zusammen mit dem diagonal verlaufenden Fussweg als Erweiterung des dörflichen Wegenetzes verstanden werden. Die präzise Setzung der Gebäude und die zum Bestand analoge körnige, dichte Bebauungsstruktur generieren ein integratives Bebauungsmuster für die dörfliche Mitte. Die orthogonale Grundform der Wohnhäuser verlangt nach horizontalen Traufen beziehungsweise Giebeln der Satteldächer und trägt zu einer kohärenten Gesamterscheinung der Dächer bei. Das neue Quartier wird durch zwei Typologien belebt: Riegel- und Punkthaus mit je einer unterschiedlichen architektonischen Ausformulierung. Zur plastischen Beruhigung wird bei beiden Typen bewusst auf auskragende Elemente wie Balkone verzichtet. Die privaten Aussenräume der Wohnungen werden als Loggien ausgebildet und sind dadurch in die jeweiligen Volumen integriert . Das restriktive Baugesetz liess wenig Spielraum in Bezug auf die Ausformulierung der Gebäude zu; dennoch konnte ein aufgeschlossener architektonischer Ausdruck gefunden werden, um dem Quartier ein zeitgemässes Erscheinungsbild zu verleihen.

Fotolegende

1. Fassade entlang Dorfbach

2. Situation

3. Gasse in das Wohnquartier

4. Modell 1:500

5. Regelgeschoss Punktbau

6. Regelgeschoss Riegelbau

7. Treppenhaus

8. Durchwohnen

9. Loggia-Essbereich

10. überhoher Wohnraum

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Tagesbetreuung Sömmerli, St. Gallen

Standort
St. Gallen

Bauherr
Stadt St. Gallen

Verfahren
Projektwettbewerb im offenen Verfahren

Der Bauperimeter für den geplanten Neubau der Tagesbetreuung ist so dimensioniert, dass weiterhin gängige Spielfeldgrössen auf der verkleinerten Sömmerliwiese möglich sein sollen. Innerhalb des Bauperimeters ist der nördliche Teil durch die sensible, ansteigende Topografie und die sehr schöne Bepflanzung, welche die Sömmerliwiese wesentlich prägen, möglichst von Bauten freizuhalten. Durch die betriebliche Anbindung an den Kindergarten und die Erschliessung des Neubaus über die Schönaustrasse scheint die Konzentration des Bauvorhabens im südlichen Teil des Bauperimeters sinnvoll. Bei genauerer Betrachtung kann der Kindergarten aus den 50er Jahren mit beiden vorhandenen städtebaulichen Muster in Verbindung gebracht werden. Bauweise, Dichte und Entstehungszeit zur lockeren Bebauung im Norden, Erschliessung, Orientierung und Stellung an der Strasse zum orthogonalen, dichten Wohnquartier im Süden. Der etappierbare Neubau übernimmt diese Haltung und geht eine enge räumliche Verbindung mit dem Kindergarten ein. Das Raumprogramm der ersten Etappe wird in einem dreige- schossigen Volumen untergebracht. Das Volumen der zweiten Etappe, welches im Abdruck praktisch quadratisch ist wie dessen der ersten Etappe, wird gestaffelt angeordnet. Einerseits rückt das Volumen von der Sömmerliwiese etwas zurück und besitzt andererseits nur noch zwei Geschosse. Die Dreigeschossigkeit an der Schönaustrasse bildet zusammen mit den gegen- überliegenden Wohnhäuser eine Weiterführung des städtischen Strassenraumes, gleichzeitig tritt der Neubau Selbstbewusst in Erscheinung. Das öffentliche Gebäude erhält eine angemessene Adressierung. Der innere Versatz welches das Volumen der zweiten Etappe macht, terminiert den Aussenraum welcher mit dem Kindergarten aufgespannt wird und führt zum Eingang der neuen Tagesbetreuung. Gegenüber der Sömmerliwiese und dem angrenzenden  Hang- quartier reagiert die Gliederung sensibel; eine allzu starke Frontbildung zu der öffentlichen Wiese wird verhindert. Trotz des geringen Fussabdruckes kann die Massstäblichkeit und der typische Gebietscharakter gewahrt werden. Die “Kulisse” der Häuser am Hang inklusive Bepflanzung bleibt erhalten, dadurch verändert sich auch wenig für die angrenzenden Wohnhäuser, welche nach wie vor räumlich an der Freifläche partizipieren.

 

Fotolegende

1. Fassaden

2. Schnitt

3. Situation

4. Grundriss

5. Fassadenausschnitt

6. Modell

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Doppelvillen in Lenzburg

Auf dem grossen Grundstück in einem bevorzugten Villenquartier Nahe der Altstadt von Lenzburg werden vier Wohneinheiten in Form zweier Doppelvillen geplant. Eine bestehende Stichstrasse wird als Zufahrt für die jeweiligen gedeckten Autoabstellplätze bzw. den Hauseingang benutzt. Die Zugangsseite befindet sich genau im Norden, dadurch erhält jede Einheit einen hervorragenden besonnten Aussenbereich im Süden. Einschnitte im Volumen erzeugen eine hohe Privatheit trotz der dichten Bauweise. Im Erdgeschoss befinden sich die Wohnräume, in den Obergeschossen grosszügige Schlafzimmer mit Bäder und Nebenräumen. Die edle Materialisierung reagiert auf die gehobene Wohnumgebung.

Fotolegende

1. Visualisierung

2. Visualisierungen Aussen/Innen

3. Schnitt/Fassade

4. Situation/Erdgeschoss

5. Modell 1:200

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Projektwettbewerb Zurlaubenhof, Zug

Bauherr
Familie Bossard AG

Verfahren
Projektwettbewerb nach Präqualifikation, engere Wahl

Zusammenarbeit mit
Herzog Architekten AG Zürich, ASP Landschaftsarchitekten AG Zürich

Um den landschaftlichen Rahmen zu erhalten wird die Neubebauung in drei kleineren Etappen umgesetzt. Durch die räumliche Trennung dieser Bauphasen, ist es möglich die Wohnbebauung behutsam in den landschaftlichen Kontext zu integrieren. Des Weiteren erfolgt die Umsetzung der drei Etappen zeitlich unabhängig und es ist unsicher, wann und ob die Etappen 2 und 3 gebaut werden. Diese Ungewissheit bedarf ebenfalls einer Lösung mit drei Etappen, die städtebaulich und funktional unabhängig voneinander funktionieren. Die erste Etappe mit 36 Wohnungen befindet sich an der höchsten Stelle auf dem Grundstück angrenzend an die Wohnzone. Der heute, in Bezug auf den Zurlaubenhof, willkürlich definierte Rand zu den Wohnhäusern wird mit den drei Gebäuden neu definiert. Räumlich endet der Siedlungsraum an der Kante des Schulhauses und die Sicht über den See und den Zurlaubenhof bleibt erhalten. Die zweite Etappe erweitert den Zurlaubenhof mit einem Ersatzbau der Garage und dem Ausbau des Ökonomiegebäudes. Der Ersatzneubau steht an der gleichen Stelle wie die heutige Garage und bleibt in Höhe und Masse zurückhaltend. Das Verhältnis zwischen Bestand und Neubau lässt die Anlage in einem Gleichgewicht erscheinen und verändert nichts am repräsentativen Hof. Der erweiterte Ökonomiehof behält seinen Charakter und wird mit den anliegenden Ateliers belebt. Der Ausbau des Ökonomiegebäudes lässt das Gebäude nahezu unverändert und benötigt nur punktuelle Anpassungen an der Fassade und am Dach. Die dritte Etappe besteht aus zwei Gebäuden, die sich in den Landschaftsgarten integrieren und dem Höhenverlauf des Hangs folgen. Sie bleiben tief und ermöglichen weiterhin den Blick von der Hofstrasse auf den Zurlaubenhof. Über die Staffelung der Baukörper passen sie sich optimal an das Terrain an ordnen sich dem Wohnhaus des Zurlaubenhofes unter.

Fotolegende

1. Visualisierung 1. Etappe

2. Schwarzplan

3. Visualisierung 2. Etappe

4. Modell 1:500

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Mehrfamilienhaus Belvedere, Bosco-Luganese

Standort
Bosco-Luganese, TI

Bauherr
privat

Auftragsart
Direktauftrag

Ausführung
2014-2015

Am Ende der kleinen Quartierstrasse Belvedere in Bosco Luganese, über dem Valle d’Agno befindet sich der Bauplatz des Mehrfamilienhauses mit insgesamt fünf Wohnungen. Das Volumen ist durch das kommunale Baugesetzt durch Baulinien, maximale Gebäudehöhen und Dachform gegeben. Die für das Tessin typische steile Topografie des Bauplatzes und die talseitige Lage der Quartierstrasse bestimmen die Zugangssituation und die innere Organisation des Wohnhauses. Über dem Erschliessungsgeschoss und dem Kellergeschoss entstehen zwei Wohngeschosse, welche eine grosse oder zwei kleine Wohnungen aufnehmen können. Durch die Topografie sind diese Wohnungen hauptsächlich talwärts nach Südosten orientiert. Erst in den oberen zwei Geschossen, welche als Maisonette-Wohnungen ausgebildet sind, kann zusätzlich hangseitige Ausrichtung der Öffnungen erreicht werden. Sämtliche Wohnungen profitieren von einem atemberaubenden Aussichtspanorama über Täler bis nach Lugano.

Fotolegende

1. Aussenansicht

2. Seitenansicht

3. Grundrisse Maisonette-Wohnungen

4. Querschnitt

5. Aussenansicht mit Garage

6. Eingangsbereich

7. Situation

8. Terrassen

9. Wohnraum Maisonette

10. Küche Etagenwohnungen

11. Panoramafenster

12. Küchen Maisonette

13. Innenraum mit Galerie

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Studienauftrag Ferienresidenz Limasan Village Padi, Langkawi

Standort
Langkawi, Malaysia

Bauherr
privat

Auftragsart
Direktauftrag

Die Insel Langkawi im indischen Ozean gehört zu Malaysia. Auf einer Bauparzelle in der Nähe vom Internationalen Flugplatz der Insel soll eine kleine Ferienresidenz mit drei Einheiten erstellt werden. Ein Joglo (indonesischer ruraler Bautyp) dient als gedeckter Gemeinschaftsbereich mit Küche und Aufenthaltsräumen. Weitläufige Reisfelder (Padi) grenzen an das Bauland an. Die drei aneinandergereihten Raumkammern der privaten Apartments orientieren sich zu den Reisfeldern. Ein übergreifendes geknicktes Dach überdeckt die Apartments und verbindet die Ankunftselemente der kleinen Residenz. Die Fahrzeuge können dort untergestellt werden. Der Gast gelangt zu Fuss durch eine Torähnliche Situation in das Innere der Anlage bzw. zu den einzelnen Apartments. Diese werden über einen offenen Vorraum, eines Gartenpavillons, erschlossen. Der Neubau und die Ummauerung des Anwesen soll in rot eingefärbtem Sichtbeton ausgeführt zum Kontrast der üppig-grünen Umgebung.

Fotolegende

1. Schnitt durch Anlage

2. Modell

3. Strukturmodell

4. Grundriss

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Projektwettbewerb Altersheim Heinrichsbad, Herisau

Standort
Herisau, AR

Bauherr
Stiftung Altersbetreuung Herisau

Verfahren
offener Projektwettbewerb, 8. Rang

Zusammenarbeit mit
Stefan Hauswirth, Architekt Zürich

Das bestehende Gebäude des Alters- und Pflegeheims Heinrichsbad bleibt in seiner Funktion als identitätstiftendes Hauptgebäude und als Ort der Ankunft bestehen. Analog einer Klostererweiterung gliedert sich der Anbau dem Hauptbau unter. Die einzig sinnvolle Verbindungsstelle wird vom Bestand definiert. Die Dreigeschossigkeit des Neubaus bildet zusammen mit der Höhenabwicklung des siebenstöckigen Gebäudes des Pflegeheims und den elf Geschossen des Wohnturms eine Anbindung an die folgenden zweistöckigen Wohnhäuser und bildet dadurch ein Bindeglied an diesem Ort des Übergangs vom Zentrum zur Peripherie. Verlässt man das Ortszentrum von Herisau auf der Kasernenstrasse gelangt man zur Linken an einer Reihung grossmassstäbliche Institutionen (Kaserne, Industriebauten, Sportzentrum) und entsprechenden Aussenräumen vorbei, welche im Pflegezentrum Heinrichsbad einen Abschluss findet. Die Z-Form des Erweiterungsbaus leitet die grossmasstäblichen zu den klein- masstäblichen Aussenräumen des privaten Wohnens über. Es entsteht eine Abfolge von Grünräumen beginnend mit dem Sportfeld, welches den öffentlichsten Charakter aufweist hin zu dem Pflegeheim vorgelagerten Park welcher einen hochattraktiven Auftakt für die Anlage bietet. Weiter dem Bachraum folgend öffnet sich der halbprivate Aussenraum zwischen Bestand und Neubau mit der Bachausweitung und dem Schilfgürtel. Der private Garten der Demenzabteilung bildet den Abschluss dieser Aussenraumabfolge und schafft den Übergang in die Privatgärten der nachfolgenden Wohnhäuser.

 

Fotolegende

1. Visualisierung

2. Situation

3. Gemeinschaftsbereich

4. Grundriss Regelgeschoss

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Wohnhaus, rechtes Zürichseeufer

Standort
rechtes Zürichseeufer

Bauherr
privat

Auftragsart
Direktauftrag

Ausführung
2011-2013

Zusammenarbeit mit
Appert und Zwahlen Landschaftsarchitekten GmbH, Cham

Mit ihren rund 1000 Quadratmetern Grundfläche zählt die Parzelle zu den begehrten Privatgrundstücken im Wohnquartier der Zürcher Seegemeinde, in welchem nach und nach die älteren Wohngebäude durch neuere, in der Regel grössere Villenbauten ersetzt werden. Mit etwas Glück kann jeweils ein Teil des wertvollen gewachsenen Baumbestandes übernommen werden, wie in diesem Fall. Der ursprüngliche Rebhang, an dem das Wohnhaus liegt, ist hier nicht mehr ganz so steil, die Aussicht zum See dadurch nur noch teilweise im Obergeschoss gegeben. Ein benachbartes Gebäude versperrt die freie Sicht nach Westen, dafür öffnet sich die Landschaft nach Süden. Die zwei geschlossenen Hausseiten sind an die jeweiligen Baugrenzen gesetzt. Auf der Südseite verzahnt sich das Gebäude mit dem hauseigenen Garten. Ess-, Wohnraum und Bibliothek besetzen das Erdgeschoss. Diese Räume weisen den grösstmöglichen Bezug zum Aussenraum auf, ohne dem Bewohner das Gefühl von mangelnder Intimität zu vermitteln. Dies wird mittels einer schottenartigen Wandabfolge im Grundriss erreicht, welche die Einsicht einschränkt, ohne Lichteinfall und Aussicht negativ zu beeinflussen. Die Einführung einer zweiten Raumschicht durch die Balkone mindert die direkte Exposition der Räume an der Fassade und schafft zugleich wertvolle wettergeschützte Aussenbereiche. Im Erdgeschoss sind die Nebenräume abgetrennt, die Haupträume hingegen mit dem Entree fliessend verbunden. Das resultiert in grosszügigen Raumeindrücken und Durchblicken. Die drei Schlafräume im Obergeschoss werden in der gleichen Struktur untergebracht. Der Bereich für die Eltern mit Schlafzimmer, Ankleide und Bad kann mit einer Schiebetüre von den restlichen Räumen abgetrennt werden. Alle Zimmer weisen eine Übereck-Befensterung und jeweils einen eigenen Balkon auf. Am Liftkern befindet sich ein zweigeschossiger, frei einsehbarer Raum, über welchen der Wohnbereich mit Zenitallicht versorgt wird. Die Gebäudegeometrie resultiert aus der Analyse des Bauplatzes, gleichzeitig bildet sie das Raumprogramm ab. Alle Haupträume partizipieren in gleicher Weise am sorgfältig gestalteten Gartenraum, der Aussicht und der optimalen Besonnung. Mit dem hellbraun gehaltenen Kratzputz wird ein Material verwendet, welches im Quartier weit verbreitet ist. Bewusst wird auf die Gestaltungselemente der Villenbauten der Spätmoderne Bezug genommen.

Fotolegende

1. Ansicht Süden

2. Ansicht Südwest

3. Situation

4. Erdgeschoss

5. Verzahnung zum Garten

6. Obergeschoss

7. Gedeckte Aussenbereiche, Balkone

8. Zugangsseite Norden

9. Schnitt / Fassade

10. Zimmer im Obergeschoss

11. Fenster im Obergeschoss

12. Fliessender Raum Erdgeschoss

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Wohn- und Atelierhaus Mühlestrasse, Edlibach

Standort
Edlibach, ZG

Bauherr
privat

Auftragsart
Direktauftrag

Ausführung
2012-2013

Die leichte Drehung im Verhältnis zum langen Baukörper der Reihenhäuser und seine polygonale Form verleihen dem turmartigen monolithischen Wohnhaus eine ausgeprägte Selbstständigkeit, welche die Beziehung zu den zwei benachbarten Gebäuden auf der anderen Strassenseite begünstigt. Es entsteht eine dorfähnliche Situation, ein erweiterter Strassenraum, zu dem sich die Hauseingänge orientieren. Das kommunale Baugesetz hatte ein Attikageschoss erlaubt, jedoch mit grossen Einschränkungen. Da zu erwarten war, dass die Dachterrasse innerhalb der Bauparzelle die besten aussenräumlichen Qualitäten zu leisten vermag, konnte nicht auf deren Einbezug via Attikaaufbau verzichtet werden. Unüblicherweise wurde daher zuerst anhand von Volumenstudien eine zufriedenstellende plastische Lösung mit Attikaaufbau gesucht und erst danach eine innere Organisation entwickelt. Die viereckige Grundform löst sich im Attikageschoss auf, zwei Volumen besetzen dort die jeweils entgegengesetzten Ecken. Dadurch erhält die Form eine maximale vertikale Wirkung und auf allen Seiten das gleiche plastische Grundthema. Die Geschosse sind mittels raumhaltiger Zwischenwände, welche sämtliche Nebennutzungen inklusive der Treppenläufe aufnehmen, viergeteilt. Raum und Raumbegrenzung sind dual wie Figur und Grund. Die dienenden Raumschichten definieren die bedienten, fliessend verbundenen Haupträume, welche sich jeweils auf einer der beiden Aussenseiten strukturell nach aussen öffnen, und zwar pro Geschoss alternierend. Dieses Prinzip wird im ganzen Haus verfolgt und führt zu einer kohärenten, in Sichtbeton gegossenen monolithischen Gesamtstruktur. Den Bewohnern steht eine Vielzahl von scheinbar gleichen Zimmern zur Verfügung. Anhand von Ausrichtung, Besonnung und Erschliessungsdispositiv wird den Räumen beziehungsweise Raumgruppen ihre spezifische Nutzung zuteil. Das Raumerlebnis im Innern wird bestimmt durch die diagonalen Sichtbezüge und die unmittelbare Präsenz des Aussenraumes über die raumgrossen, rahmenlosen Glasscheiben. Die Industrieschalung verleiht der Sichtbetonfläche eine nahezu glänzende Oberfläche. Zusammen mit den fassadenbündigen Ganzglasfenstern ergibt sich eine entmaterialisierte, ambivalente Oberfläche, welche dem Gebäude einen gewollt unnahbaren Ausdruck verleiht. Tagsüber wird dieser Effekt durch die Spiegelung der Umgebung in den Fenstern verstärkt. Nachts hingegen, bei Kunstlicht, sind die Öffnungen als konsequente Raumabdrücke der inneren Struktur ablesbar.

Fotolegende

1. Raumabdrücke

2. Situation

3. Betonskulptur

4. Dämmerungsaufnahme durch den Wald

5. Arbeitsmodell

6. Comlongon Castle

7. Schnitt und Fassade

8. Grundrisse

9. alternierende Fenster

10. Kunstlicht

11. Atelier

12. Dachterrasse Westen

13. Atelier

14. Koch-Essbereich

15. Diagonale Sichtbezüge

16. Bad mit Zenitallicht

17. Wohnraum mit Cheminée

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Projektwettbewerb Gemeindehaus, Unterägeri

Standort
Unterägeri, ZG

Bauherr
Gemeinde Unterägeri

Verfahren
eingeladener Projektwettbewerb

Der Planungsperimeter umfasst ein zentrales Geviert mit einer Längsgasse zwischen Seestrasse und Lorze in der Ortsbildschutzzone von Unterägeri. Das Gemeindehaus am nordwestlichen Ecken des Geviert gehört zu der Gebäudegruppe, welche den Hauptplatzraum des Dorfkerns an der Kreuzung Höfner- Seestrasse bilden. Die Architekten Dagobert Keiser Junior und Richard Bracher orientierten das Neubarocke Gebäude auf die Seestrasse. Die verbleibenden, wohl älteren Wohnhäuser hingegen orientieren sich mit ihren Firsten in Nord-Süd Richtung, dadurch entstehen die ortstypischen, schmalen Quergassen zur Lorze. Die Solitäre sind in der Regel orthogonal angelegt, die Zwischenräume (Gassen) übernehmen allfällige gegenseitige Verdrehungen. Der Ersatzbau übernimmt die Lage und Orientierung des ehemaligen Brüggli Pub. Der Standort und die neue Nutzung rechtfertigen eine höhere Geschosszahl und steht dadurch nicht in Widerspruch mit der Auslegung der Bauordnung für eine Entwicklung des Ortsbildes. Das sechsstöckige Gebäude wird als Brückenkopf wahrgenommen, gleichzeitig entsteht ein neues Wahrzeichen für die Gemeindeverwaltung. Die räumliche Erweiterung zum nördlichen Hauptplatzes ist glaubwürdig. Die räumlichen erhaltenswerten Zusammenhänge des Geviertes bleiben erhalten. In Anlehnung an das verbundene Gebäude wird für die Aussteifung der Glasfassade ein uniformes Fachwerk aus gestrichenen Holzbänken vorgeschlagen, welche den Massivbau des bestehenden Gemeindehauses untermalt. Die drei Gebäude der Gemeindeverwaltung sind funktional miteinander verbunden, wirken jedoch eigenständig. Das bestehende Gemeindehaus erhält wieder eine klassische innere Grundrissstruktur und Materialwahl, welche aus dem ursprünglichen Gebäude hergeleitet werden.

 

Fotolegende

1. Brückenkopf

2. Situation

3. Fassade

4. Grundriss Obergeschoss

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Reihenhäuser Mühlestrasse, Edlibach

Standort
Edlibach, ZG

Bauherr
awip GmbH

Auftragsart
Direktauftrag

Ausführung
2010-2011

Die Ortschaft Edlibach gehört zur politischen Gemeinde Menzingen im Kanton Zug und ist in eine hügelige Moränenlandschaft von nationaler Bedeutung eingebettet. Die schmale Parzelle liegt zwischen Bachtobel und Mühlestrasse und grenzt im Osten an ein im Inventar der schätzenswerten Denkmäler eingetragenes Geb.udegefüge von 1798. Das Baurecht sah einen minimalen Strassenabstand von 4 Metern im Süden und im Norden einen Abstand zum Wald von 12 Metern vor, was einen bebaubaren Streifen von lediglich 3–4 Metern Tiefe erlaubt hätte. Mit einer Ausnahmebewilligung wurde die Unterschreitung des Waldabstandes möglich und somit auch die Bebauung der Parzelle. Der schlanke, nur 7,7 Meter tiefe Gebäudekörper erstreckt sich über eine Länge von 44,5 Metern entlang der ruhigen Quartierstrasse und setzt sich aus drei identischen, vertikal organisierten Wohneinheiten zusammen. Öffnungen für die Garagen sowie grosszügige Terrassen auf verschiedenen Niveaus und mit unterschiedlicher Exposition erlauben Durchblicke in Richtung Wald und brechen den für das Quartier ungewöhnlich langen Gebäudekörper auf. Die Wohnhäuser sind subtil, aber in einer klaren Architektursprache in die Umgebung integriert. Die Rhythmisierung belässt die einzelnen Einheiten erkennbar – die einheitliche Fassadengestaltung mit einer Holzschalung macht aus der Gesamtüberbauung einen spannenden plastischen Körper. Die hohe Anzahl unterschiedlich dimensionierter und versetzt angeordneter Fenster nimmt der Überbauung die Strenge. Jedes Wohnhaus weist auf allen vier Seiten Fenster auf und verfügt somit über entsprechende Aussenbezüge.

Fotolegende

1. Waldseite

2. Zugang Mühlestrasse

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5. Ausschnitt Fassade

6. Grundrisse/Längsschnitt

7. Ansicht Mühlestrasse

8. Addition der Wohnhäuser

9. Innenraum Erdgeschoss

10. Wohnraum Obergeschoss

11. Küche

12. Treppenraum

13. Nasszelle

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Projektwettbewerb Ziegeleimuseum, Cham

Standort
Cham, ZG

Bauherr
Stiftung Ziegelei-Museum

Verfahren
eingeladener Projektwettbewerb

Die trapezoide Grundform des geplanten Neubaus wird von den wenigen, dafür umso räumlich stärker wirkenden Elementen des Ortes abgeleitet: den Waldrändern der Lichtung, dem Verbindungsweg zwischen Wohnhaus und Ziegelhütte und die sich ausdehnende Ebene der Talsenke. Diese Grundform wird differenziert plastisch in der Höhe bearbeitet. Analog der ehemeligen Stallscheune ensteht eine eingeschossige Eingangsfront entlang des Verbindungsweges mit einem steilen, markanten Ziegeldach. Nach Süden wird die Traufe um ein Geschoss angehoben. Die Übereck-Ansicht errinnert an vertraute Bilder landwirtschaftlicher Bauten. Zu den nahen Waldrändern bäumt sich die Fassade senkrecht auf, das Schrägdach ist nur noch an der Silloutte erkennbar. Das Volumen ist geschickt in die Topografie eingebettet, die eingeschossige Eingangsfront wird durch die sich öffnenden Winkel der Abschlussmauern dramatisiert. Durch die tangentiale Wegführung erlebt man die perspektivische Vielseitigkeit des Baukörpers. Die Grundform erfüllt die Ansprüche des Ensemblesgedanken mit Ziegelhütte und Wohnhaus, bleibt jedoch ein eigenständiger Körper und verspricht eine angemessene Ausstrahlung für ein Museumsbau.

 

Fotolegende

1. Ansichten

2. Modell 1:50

3. Grundriss

4. Situation

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Projektwettbewerb Wohnüberbauung Schürmatt, Baar

Standort
Baar, ZG

Bauherr
Konsortium genossenschaftlicher Wohnungsbau Schürmatt Baar

Verfahren
Offener Projektwettbewerb, 3. Rang

Die Erschliessung des Planungsperimeters wird im Quartiergestaltungsplan Schmidhof definiert. Der Langsamverkehr (Fussgänger, Velofahrer) ist via eines bestehenden Verbindungswegs welcher an der östlichen Parzellengrenze entlang führt vorgesehen, für den motorisierten Individualverkehr (Auto) ist eine neue Erschliessungsstrasse ab der Weststrasse als Stichgang zur südwestlichen Parzellenecke geplant. Dort sollen die Autos schnellstmöglich in der Tiefgarage verschwinden. Die Konsequenz aus der Trennung der beiden Verkehrstypen ist, dass das bestehende städtebauliche Muster der umliegenden Wohnquartiere für den Planungsperimeter nicht adaptierbar ist. Dieses entsteht durch die lineare Anreihung von unterschiedlich dimensionierten Wohnhäusern an einer gemeinsamen Erschliessungsstrasse, welche beiden Verkehrstypen zur Verfügung steht. Die vier vorgeschlagenen Punkthäuser lehnen sich von ihrer Dimensionierung und Erschliessung grossen landwirtschaftlichen Bauten an, wie sie im benachbarten Schmidhof vorkommen. Jeweils paarweise über Eck werden die Eingänge zueinander ausgerichtet. Die so entstehenden Aufenthalts- bzw. Zugangsräume kommunizieren mit den bestehenden Wohngebäuden des Quartiers und führen durch ihre Aus- und Durchblicke in die offene Landschaft über. Die Schlafzimmer einer Wohnung (Regelgeschoss) sind immer auf mindestens zwei Gebäudeseiten angeordnet. Dadurch entstehen keine schlecht besonnten Wohnungen. Die Wohnzimmer mit den Loggien haben immer mindestens Süd- oder Westorientierung. Die Anordnung der Loggien an den Gebäudeecken bieten hochwertige Aussichten in die Landschaft für sämtliche Wohnungen. Im Erdgeschoss sind die eingezogenen Bereiche klar definierte, private Aussenräume. Diese werden nirgends von Durchgangszonen gestört. Die Wohnhäuser sind gut durchmischbar und behindertengerecht erschlossen. Ausgehend von der Anlehnung an landwirtschaftliche Bauten wird für die Fassade eine hinterlüftete Konstruktion mit Welleternit vorgeschlagen. Die französischen Fenster ergänzen die stehenden Eternitplatten zu einem kompletten Fassadenbild und belichten raumhoch die Innenräume. Die einzelnen Öffnungen werden in einem Raster verschoben angeordnet. Dadurch erhält die Fassade zusätzliche Spannung und jede Wohnung eine individuelle Befensterung. Durch die exponierte Lage der Überbauung ist ein robuster und kräftiger Ausdruck wünschenswert.

 

 

 

Fotolegende

1. Visualisierung

2. Fassade/Schnitt

3. Situation

4. Regelgeschoss

5. Attikageschoss

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Mehrfamilienhaus Felsenegg, Rothenburg

Standort
Ebikon, LU

Bauherr
privat

Auftragsart
Direktauftrag

Ausführung
2007-2008

Verlässt man Rothenburg Richtung Eschenbach, führt die stetig steigende Strasse bald auf eine Anhöhe, welche rechterhand eine imposante Aussicht über das ganze Reusstal, Pilatus und Rigi freigibt. Ältere Einzelbauten säumen rhythmisch die Eschenbachstrasse, dahinter folgt eine heterogene Wohnumgebung. Das bebaute Grundstück schliesst direkt an die Eschenbachstrasse an und weist aufgrund der Topografie eine unverbaubare Aussichtslage auf. Der Neubau ersetzt ein ehemaliges Bauernhaus, dessen Untergeschoss nicht rückgebaut wurde, sondern Teil des neuen Hauses ist. Die z-förmige Ausbildung des Volumens ermöglicht durch die resultierende Fragmentierung der Fassade die für das Quartier üblichen Proportionen und Abstände. Zwei unterschiedliche Aussenräume sind aufgespannt: einerseits der Zugangsraum im Nordosten entlang der Quartierstrasse Felsenegg und andererseits der gemeinsame Gartenraum im Südwesten. Durch die Hochparterrelösung sind die Aussenräume keiner Wohnung direkt zugewiesen, sondern für sämtliche Parteien zugänglich. Ein im Norden angrenzender Unterstand dient zur Parkierung der Fahrzeuge. Die grosszügigen Terrassen der vier Wohnungen bilden einen gut besonnten und privaten Aussenraum mit herrlichem Blick auf die Alpen. Das Zweischalen-Klinkermauerwerk entspricht der Anforderung der Bauherrschaft an eine möglichst unterhaltsarme Aussenkonstruktion. Fast wie eine Reptilienhaut umspannt sie den Baukörper. Der dunkle Ton soll die Grösse des Gebäudes optisch reduzieren und knüpft an die teilweise sehr dunklen Holzhäuser in der Eschenbachstrasse an.

Fotolegende

1. Ansicht Süden

2. Ausschnitt Klinkerfassade

3. Situation

4. Erdgeschoss

5. Eingang Norden

6. Obergeschoss

7. Querschnitt

8. Balkone

9. Eingangsbereich

10. Treppenhaus

11. Innenraum Wohnung

12. Fliessende Räume

13. Küche/Fenster

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Projektwettbewerb Pflegeheim Frutigland, Frutigen

Standort
Frutigen, BE

Bauherr
Spital Frutigen

Verfahren
offener Projektwettbewerb, 2. Rang

Die Erweiterung des Pflegeheims beschränkt sich auf die Dachfläche des Neubautraktes. Eine kompakte Raumorganisation der Wohngruppen ermöglicht einen grosszügigen Dachgarten. Ein Flügel verbindet den Haupttrakt mit der bestehenden Vertikalerschliessung des Pflegeheimes. Dieser schützt gleichzeitig den Aussenraum vor regelmässig anfallenden Winden. Der Haupttrakt mit den Patientenzimmer wird durch einen mittigen Gang strukturiert, an dem als Erweiterungen die drei Aufenthaltsbereiche Mehrzweckraum, Wohnbereich und Wohn – Essküche angeschlossen sind. Jeder der Aufenthaltsbereiche bietet eine unterschiedliche Aussicht in die Berglandschaft. Vom Wohn- Essbereich besteht die Möglichkeit den Dachgarten zu betreten. Dieser bietet einen gedeckten Bereich, Bänke mit Aussicht, eine Endlosschlaufe sowie einen Bereich für Pflanzungen. Der Dachaufbau wird zu einem neuen Element des Ganzen. Die durchgehende, horizontale Brüstung vermag die unterschiedlichen Gebäudeteile unterhalb (Bestand) und oberhalb (Aufbau) der Fassaden zu verbinden. Obwohl als neues Element erkennbar, wird der Ausdruck des Dachaufbaus in der architektonischen Sprache des darunterliegenden Spitaltrakts formuliert (horizontale Gliederung, Bandfenster mit stehender Fenstereinteilung, Platten, Lamellenstoren). Die dunkle Farbgebung der Erweiterung unterstützt die Eigenständigkeit, belässt die Proportionen des Bestandes und fügt das neue Dachelement in die Dachwelt des benachbarten Ziegeldaches des Altbaus ein.

 

Fotolegende

1. Aufstockung Demenzabteilung

2. Grundriss

3. Schnitt/Fassade

4. Möblierung Zimmer

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Einfamilienhaus Kanalweg, Unterägeri

Standort
Unterägeri

Bauherr
privat

Auftragsart
Direktauftrag

Ausführung
2007

Das bestehende 35-jährige Einfamilienhaus wird bis auf den Sockel aus Beton rückgebaut. Dieser erfährt minimale Anpassungen und wird mit zwei neuen Wohngeschossen ergänzt. Durch die Vergrösserung des Volumens kann ein dem heutigen Standard entsprechendes Raumprogramm umgesetzt werden. Das Einfamilienhaus fasst drei, den Geschossen zugeteilte, Aussenräume: Zugangsraum mit dem neu geschaffenen Hauseingang im Sockelgeschoss, eine gut besonnte, erhöhte Spielwiese angrenzend zu den Innenräumen Wohnen/Essen/Kochen im Erdgeschoss und schliesslich die Terrasse des Obergeschosses. Eine Kompaktfassade verschmilzt alt und neu. Die plastische Ausformulierung wird durch die Verwendung zweier Oberlächenfarben mit entsprechend unterschiedlicher Putzstärken zusätzlich betont.

Fotolegende

1. Verschmelzung mit dem Bestand

2. Situation

3. Schnitt/Grundriss

4. Bestand

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Bauernhaus Vogelsang, Ebikon

Standort
Ebikon LU

Bauherr
privat

Verfahren
Direktauftrag

Ausführung
2005-2006

Auf einer Moräne zwischen Rotsee und Reuss betreibt die Bauernfamilie seit mehreren Generationen einen landwirtschaftlichen Betrieb. Die funktional unterschiedlichen Gebäudetypen um einen zentralen Erschliessungsraum sind über die Jahre zu einem starken Hofgefüge gewachsen. Der Neubau ersetzt das alte Wohnhaus und generiert durch seine Grösse und Platzierung ein Gleichgewicht mit der bestehenden gewachsenen Struktur. Gleichzeitig fungiert er als eindeutige Adresse des Bauernhofes. Mit seiner quadratischen Grundform reagiert der Baukörper auf den Standort: Er geht auf die vier verschiedenen, aber gleichwertigen Aussenräume kohärent ein. Alle architektonischen Elemente sind in das Volumen integriert. Diese Zurückhaltung in der plastischen Ausformulierung unterstreicht die Haltung, dass sich das geplante Wohnhaus in das Gesamtensemble eingliedern soll. Auf den zweiten Blick werden Analogien zu bäuerlichen Bau- und Wohnformen erkennbar: die Erschliessung der zwei Hauptwohneinheiten über einen gedeckten, seitlich angelegten Laubengang; die quadratische Grundrissdisposition mit ihrer unprätentiösen Raumstruktur; und nicht zuletzt die Konstruktionsweise – ein massiver Sockel unter dem mehrgeschossigen Holzbau.

Fotolegende

1. Integration im Gehöft

2. Situation

3. Hof

4. Ansicht Südwest

5. Grundrisse

6. Schnitte

7. Loggia Dachgeschoss

8. Sockel

9. Inneres Treppensystem

10. Laubengang

11. Küche

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Projektwettbewerb Wohnheim Rodania, Grenchen

Standort
Grenchen, SO

Bauherr
Stiftung für Schwerbehinderte Grenchen

Auftragsart
offener Projektwettbewerb, 6. Rang

Die bestehende Uhrenfabrik, welche helle und hohe Räume für Ateliers bietet, wird saniert. Der Annexbau wird abgebrochen. Der Grundriss wird strukturiert. Das Wohnheim wird von der Strasse zurück in die Tiefe der Parzelle gesetzt. Die Ost- und Südwände übernehmen die Ausrichtung der übergeordnete Bebauungsstruktur, die anderen Seiten sowie die innere Einteilung sind zum “Mikrokosmos” orthogonal. Die L-form und die Dreistöckigkeit gibt dem Gebäude die nötige liegende Proportion. Ein ruhiger und privater Aussenraum wird zwischen den zwei unterschiedlichen Gebäuden aufgespannt. An ihn stossen die internen Erschliessungen des Wohnheimes, sowie der an Bedeutung gewinnende, rollstuhlgängige Eingang zum Sous-Sol, wo sich die öffentlichen Räume der Tagesstätte befinden. Im 2. Obergeschoss ermöglicht ein schattenspendender Aussenbereich eine einfache Gelegenheit frische Luft zu schnuppern und einen Weitblick in die Ebene zu erlangen. Beide Körper sind autark genug und brauchen keinen zimperlichen Umgang mit dem sie umgebenden Grünraum. Im Gegenteil, Büsche, hohes Gras unterstützen die Gesamterscheinung der Anlage. Einzig der gerahmte Innenraum soll regelmässig beschnitten werden.

 

Fotolegende

1. Zugang Wohnheim

2. Gemeinschaftsterrasse

3. Situation

4. Querschnitt

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Projektwettbewerb Alterszentrum Wimmis, BE

Standort
Wimmis, BE

Bauherr
Pro Senectute Berner Oberland

Verfahren
offener Projektwettbewerb, 4. Rang

Praktisch alle Gebäude im Kern von Wimmis orientieren sich zur Strasse und werden von dieser direkt erschlossen. Wo dies dicht aufeinander folgt bildet sich ein dörflich, fast städtisch anmutender Aussenraum. Diese Aussenräume sind regelmässig mit Brunnen bestückt, welche den zentralen Ort unterstreichen. Für das Alterszentrum übernimmt dies das Wellauergut, welches direkt an die Bachtelestrasse angrenzt. Das Ensemble mit Wohnhaus, Scheune, Platanenreihe und Brunnen bilden einen würdigen Zugang zum Alterswohnhaus. Überhaupt scheint eine städtebauliche Anknüpfung an das Wellauergut auch mit unterschiedlichen Nutzer unumgänglich. Die motorisierte Erschliessung wird über die Oberdorfstrasse bewerkstelligt (Personal, Ambulanz, Schlechtwetter-Vorfahrt). Somit bleibt das gesamte Innere der Anlage frei von Verkehr und kann zu einem wertvollen, unmittelbaren Aussenraum für die Bewohnerinnen werden. Zur beachtenswerten, bestehenden Vegetation wird an sonniger Lage ein Rosengärtlein angelegt. Das Gebäude lässt sich in zwei unterschiedliche Nutzungsformen einteilen. Einerseits die Wohneinheiten mit ihren dazugehörigen Gemeinschaftsräumen und andererseits die im Sockel untergebrachten Betreuungs- und Infrastrukturräume. Analog werden diese zwei Nutzungsformen unterschiedlich materialisiert. Der Sockel in Sichtbeton, die Obergeschosse in Massivholz. Durch die Verschiebung der Wohnzeilen entsteht ein spannender Innenraum , welche die Erschliessung ausweitet und zum zentralen, geschossübergreifenden Begegnungs- und Aufenthaltsraum wird. Dabei bildet der Betonkern wortwörtlich das verbindende, vertikale Element.

Fotolegende

1. Ausschnitt Fassade

2. Grundriss

3. Querschnitt

4. Situation

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