083.

Ergän­zungs­bauten Regie­rungs­ge­bäude Frau­en­feld, 2016

Projekt­wett­be­werb – 3. Rundgang

Bauherr­schaft: Kanto­nales Hoch­bauamt Thurgau

Das Grund­stück für den mögli­chen Ergän­zungsbau liegt unmit­telbar hinter dem Regie­rungs­ge­bäude in der Orts­bild­schutz­zone der Stadt Frau­en­feld. Das Areal befindet sich im Schnitt­punkt von drei unter­schied­li­chen histo­ri­schen Bebauungsmustern.

Im Nord­westen grenzt es an die Zeilen­be­bauung der spät­mit­tel­al­ter­li­chen Vorstadt. Es hat sich heraus­ge­stellt, dass die Plat­zie­rung des Ergän­zungsbau auf dem anfäng­lich verhält­nis­mässig gross wirkenden Planungs­pe­ri­meter durch die Über­la­ge­rung verschie­denster recht­li­chen und städ­te­bau­li­chen Ansprü­chen möglichst kompakt in unmit­tel­barer Nähe des bestehenden Regie­rungs­ge­bäude sinn­voll ist. Die Nähe zum Regie­rungs­ge­bäude und die folge­rich­tige Über­nahme dessen Gebäu­de­höhe beim Neubau erwei­tert das Regie­rungs­viertel augenfällig.

Das neue L‑förmige, recht­wink­lige Volumen adres­siert sich zur leicht abdre­henden Stau­be­gg­strasse und verlässt somit die Flucht des Regie­rungs­ge­bäudes bzw. dessen Annex. Diese Mass­nahme unter­stützt die Soli­tärstel­lung des klas­si­zis­ti­schen Gebäudes und verhin­dert weiteres Konflikt­po­ten­tial mit der axial aufge­bauten Struktur.

Die Vorfahrt auf der Rück­seite des Regie­rungs­ge­bäude wird räum­lich gefasst. Dieser neue hinter­hof­ar­tige Raum dient als Zentrum der Erschlies­sungs­sys­teme zum inneren des Gevierts und bindet die Vorstadt­reihe mit ein.

Die Längs­seite des L‑förmigen Gebäudes folgt den Wohn­bauten der Zürcher­strasse bzw. deren rück­sei­tigen Anbauten mit prak­tisch gleich­blei­bendem Abstand. Dadurch erhält die klein­tei­lige Strukur ein klärendes Vis-à-vis. Die Verjün­gung bzw. der Rück­sprung des Verwal­tungs­baus kommt der Villen­be­bauung am östli­chen Rand des Peri­me­ters zu Gute. Gleich­zeitig wird die Soli­tär­ar­chi­tektur des gegen­über­lie­genden Span­ner­schul­hauses gewür­digt. Die Villa Wohl­fender wird um ihre Gebäu­de­breite nach Osten verschoben und mit den verwal­tungs­ei­genen Villen-Gebäuden in einen gröss­zügen Garten­raum integriert.

Der vier­ge­schos­sige Ergän­zungsbau mit insge­samt fünf Verwal­tungs­mo­dulen ist das maximal städ­te­bau­lich verträg­liche Gebäu­de­vo­lumen. Der Rasterbau glie­dert sich entspre­chend in den umlau­fenden Fassaden. Als Verklei­dung werden Kera­mik­pro­file vorge­schlagen. Diese werden geschoss­weise leicht vari­iert und führen zusammen mit den baubron­zenen Fens­ter­rähmen und Blechen zu einem eigen­stän­digen, urbanen archi­tek­to­ni­schen Ausdruck. 

<b>083.</b> Ergänzungsbauten<br>Regierungsgebäude, Frauenfeld, 2016 – Projektwettbewerb
<b>083.</b> Ergänzungsbauten<br>Regierungsgebäude, Frauenfeld, 2016 – Projektwettbewerb
<b>083.</b> Ergänzungsbauten<br>Regierungsgebäude, Frauenfeld, 2016 – Projektwettbewerb
<b>083.</b> Ergänzungsbauten<br>Regierungsgebäude, Frauenfeld, 2016 – Projektwettbewerb